
Die vorliegende Lehrveranstaltung ist im Kontext der modernen Übersetzungswissenschaft angesiedelt und trägt der Tatsache Rechnung, dass Übersetzen heute nicht mehr ausschließlich als sprachliche Transferleistung, sondern als komplexer, theoriegeleiteter und zugleich technologisch unterstützter Handlungsprozess verstanden werden muss.
Die zentralen Lernziele.
- Die Studierenden sollen erstens ein differenziertes Verständnis des Äquivalenzbegriffs entwickeln und in der Lage sein, unterschiedliche Äquivalenztypen zu erkennen, zu beschreiben und in konkreten Übersetzungssituationen anzuwenden.
- Zweitens sollen sie Übersetzungen nicht nur intuitiv, sondern theoriegeleitet analysieren und begründen können, indem sie ihre Entscheidungen mit Bezug auf Funktion, Textsorte und Zielpublikum reflektieren.
- Drittens sollen sie die Funktionsweise moderner Übersetzungstechnologien verstehen und diese kritisch beurteilen können, insbesondere im Hinblick auf ihre Stärken und Grenzen bei der Herstellung semantischer und pragmatischer Äquivalenz.
- Viertens sollen sie grundlegende praktische Kompetenzen im Umgang mit CAT-Tools erwerben und lernen, Translation Memories und Terminologiedatenbanken als Instrumente zur Sicherung von Konsistenz und Qualität einzusetzen. Schließlich sollen sie die Rolle des Übersetzers in der digitalen Arbeitsumgebung neu definieren können, nicht als bloßen Sprachmittler, sondern als qualifizierten Experten, der theoretisches Wissen, technologische Fertigkeiten und kulturelle Sensibilität miteinander verbindet.
- Enseignant: AIMEN HAMRERAS